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Was sind Nährstoffe? Mehr als Vitamine und Mineralstoffe

Ernährung ist viel mehr als nur das, was auf deinem Teller liegt – sie ist der Treibstoff, mit dem dein Körper funktioniert. Alles, was du isst, liefert Stoffe, die Energie geben und wichtige Prozesse unterstützen. In diesem Blog erfährst du, was Nährstoffe genau sind, welche Arten es gibt und welche Rolle sie in einer gesunden Ernährung spielen.

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Wat zijn voedingsstoffen? Meer dan vitamines en mineralen

Was sind Nährstoffe?

Ein Nährstoff ist ein Stoff aus deiner Ernährung, den dein Körper braucht, um zu funktionieren. Nährstoffe liefern Energie, helfen beim Aufbau und bei der Funktion von Zellen und halten zahlreiche Prozesse in deinem Körper in Gang. Rund 50 verschiedene Nährstoffe sind bekannt. Die meisten davon sind für deinen Körper unverzichtbar. Deshalb werden sie auch essenzielle Nährstoffe genannt. Dein Körper kann diese Stoffe nicht oder nicht ausreichend selbst herstellen, also musst du sie über Essen und Trinken aufnehmen.

Was sind Makro- und Mikronährstoffe?

Nährstoffe werden grob in zwei Gruppen eingeteilt: Makronährstoffe und Mikronährstoffe.

Makronährstoffe sind Nährstoffe, die dein Körper in großen Mengen benötigt. Sie liefern Energie (Kalorien) und werden oft in Gramm gemessen. Es gibt drei Hauptgruppen:

  • Kohlenhydrate: Sie sind der wichtigste Treibstoff für deinen Körper. Sie werden in Glukose umgewandelt, die deine Muskeln, dein Gehirn und deine Organe mit Energie versorgt. Du findest sie in Brot, Pasta, Reis, Kartoffeln, Obst und Gemüse.
  • Eiweiße: Sie sind die Bausteine deines Körpers. Du brauchst sie für den Aufbau und die Reparatur von Muskeln, Organen, Haut, Haaren und Nägeln. Auch Enzyme und Hormone bestehen aus Eiweißen. Gute Quellen sind Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte, Hülsenfrüchte und Nüsse.
  • Fette: Sie liefern Energie und werden für den Aufbau von Zellen benötigt. Außerdem helfen sie bei der Aufnahme der fettlöslichen Vitamine A, D, E und K. Gesunde Fette findest du in fettem Fisch, Nüssen, Avocado, Olivenöl und Samen.

Manchmal wird auch Wasser zu den Makronährstoffen gezählt. Wasser liefert keine Energie, ist aber für nahezu alle Prozesse in deinem Körper unverzichtbar.

Mikronährstoffe brauchst du in deutlich kleineren Mengen als Makronährstoffe. Sie werden in Milligramm oder Mikrogramm gemessen. Mikronährstoffe liefern keine Energie, sind aber notwendig, um Energie aus deiner Ernährung freizusetzen. Es gibt zwei Arten von Mikronährstoffen:

  • Vitamine: Vitamine sind organische Stoffe, die dein Körper für zahlreiche Prozesse benötigt. Dazu zählt Vitamin C für deine Abwehrkräfte, Vitamin D für deine Knochen und B-Vitamine für deinen Energiestoffwechsel. Die meisten Vitamine kann dein Körper nicht selbst herstellen. Vitamine werden in wasser- und fettlösliche Vitamine eingeteilt, weil ihre Löslichkeit bestimmt, wie dein Körper sie aufnimmt, transportiert, speichert und wieder ausscheidet. 
  • Mineralstoffe: Mineralstoffe sind anorganische Stoffe wie Calcium, Magnesium und Eisen. Sie spielen unter anderem eine Rolle beim Aufbau von Knochen und Zähnen, bei der Funktion der Muskeln und bei der Bildung roter Blutkörperchen. Spurenelemente sind Mineralstoffe, die du nur in sehr kleinen Mengen brauchst. Beispiele sind Zink, Selen und Kupfer. Trotz der kleinen Mengen sind sie für deine Gesundheit unverzichtbar.

Was sind bioaktive Nährstoffe?

Neben Makro- und Mikronährstoffen enthält deine Ernährung auch bioaktive Stoffe. Sie sind nicht zwingend notwendig, können aber zu deiner Gesundheit beitragen. Viele dieser Stoffe haben zum Beispiel eine antioxidative Wirkung oder unterstützen dein Immunsystem.

Phytonährstoffe

Die größte Gruppe bioaktiver Stoffe sind die Phytonährstoffe, auch Pflanzenstoffe genannt. Das Wort stammt vom griechischen 'phytos', was Pflanze bedeutet. Diese Stoffe kommen nur in pflanzlichen Lebensmitteln vor: Gemüse, Obst, Getreide, Nüsse, Kräuter und Gewürze. Pflanzen bilden Phytonährstoffe, um sich selbst zu schützen. Diese Stoffe bestimmen oft auch die Farbe oder den Geruch einer Pflanze. Mehr als 5000 verschiedene Phytonährstoffe sind bekannt. Hier sind einige Beispiele.

StoffFarbeQuellen
CarotinoideOrange/gelbKarotten, Kürbis, Süßkartoffel, Paprika
Polyphenole und Flavonoide-Tee, Beeren, Rotwein, dunkle Schokolade, rote Zwiebeln
LycopinRotTomaten, Wassermelone, rote Grapefruit
ChlorophyllGrünSpinat, Grünkohl, Rucola
CurcuminGelbKurkuma
Sulforaphan-Brokkoli, Rosenkohl, Blumenkohl

Andere bioaktive Stoffe

Nicht alle bioaktiven Stoffe kommen aus Pflanzen. Auch in tierischen Produkten und anderen Quellen gibt es Stoffe, die Einfluss auf deinen Körper haben.

StoffQuellenBesonderheit
KoffeinKaffee, Tee, KakaoAnregende Wirkung
KreatinFleisch, FischDer Körper bildet es auch selbst
TaurinFleisch, Fisch, MilchprodukteDer Körper kann es ebenfalls selbst bilden
Coenzym Q10Fleisch, Fisch, NüsseDie körpereigene Produktion nimmt mit dem Alter ab

Warum ist diese Unterscheidung wichtig?

Wenn du verstehst, welche Arten von Nährstoffen es gibt, kannst du bewusster entscheiden, was du isst. Makronährstoffe bilden die Grundlage: Ohne ausreichend Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate hat dein Körper weder Treibstoff noch Bausteine.

Mikronährstoffe wie Vitamine und Mineralstoffe sorgen dafür, dass alle Prozesse in deinem Körper reibungslos weiterlaufen. Und bioaktive Stoffe bieten dabei zusätzliche Unterstützung. Je mehr du mit Gemüse, Obst, Kräutern und Gewürzen variierst, desto mehr und vielfältigere Stoffe nimmst du auf.

Das erklärt auch, warum ein Nahrungsergänzungsmittel niemals ein vollständiger Ersatz für eine gesunde Ernährung ist. In einer Paprika, einer Handvoll Nüsse oder einer Tasse grünem Tee stecken nicht nur Vitamine und Mineralstoffe, sondern auch Dutzende andere Stoffe, die zusammenwirken.

Wie bekommst du genug von allem?

Vielleicht denkst du jetzt: Wie stelle ich sicher, dass ich all diese Nährstoffe aufnehme? Zum Glück musst du nicht jeden Nährstoff einzeln zählen. Mit einer abwechslungsreichen Ernährung bekommst du die meisten Nährstoffe ganz von selbst. Die Schijf van Vijf ist dabei ein praktisches Hilfsmittel. Diese Tipps helfen dir ebenfalls weiter.

  • Iss viele verschiedene Farben: Jede Farbe von Obst und Gemüse enthält andere Phytonährstoffe. Drei verschiedene Farben pro Tag sind ein schönes Ziel. Denk an rote Paprika, grünen Spinat und orangefarbene Karotte.
  • Wechsle bei den Proteinquellen ab: Kombiniere tierische und pflanzliche Eiweiße. Iss an einem Tag Fisch oder Huhn, am nächsten Linsen oder Kichererbsen. So nimmst du ein breiteres Spektrum an Nährstoffen auf.
  • Setze auf unverarbeitete Lebensmittel: Je weniger verarbeitet, desto mehr Nährstoffe sind noch enthalten. Wähle frisches Gemüse statt Fertiggerichte und Vollkorn statt Weißbrot.
  • Variiere mit Kräutern und Gewürzen: Auch sie stecken voller bioaktiver Stoffe. Streue etwas Kurkuma in deine Gemüsepfanne, gib frische Kräuter in deinen Salat oder trinke eine Tasse grünen Tee.
  • Nüsse und Samen: Reich an gesunden Fetten, Mineralstoffen und Pflanzenstoffen. Eine Handvoll Nüsse pro Tag als Snack oder im Joghurt reicht schon aus.

Sieh dir auch unseren anderen Blog an: Gesund kochen: So bleiben die meisten Nährstoffe erhalten.

Zum Schluss

Nährstoffe bilden gemeinsam die Grundlage für alles, was dein Körper braucht, um gut zu funktionieren. Makronährstoffe liefern Energie und Bausteine, Mikronährstoffe unterstützen zahlreiche Körperprozesse und bioaktive Stoffe fügen dem Ganzen noch eine zusätzliche Dimension hinzu. Wenn du abwechslungsreich isst, viele Farben auf deinen Teller bringst und auf natürliche, unverarbeitete Produkte setzt, gibst du deinem Körper genau das, was er braucht, um im Gleichgewicht zu bleiben.

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Britt

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