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Viele Männer mittleren Alters bemerken Veränderungen bei Energie, Stimmung und Libido, sprechen aber kaum darüber. Diese Beschwerden werden manchmal als Penopause bezeichnet, auch wenn umstritten ist, ob der Begriff überhaupt zutrifft. In diesem Blog liest du, was genau mit Penopause gemeint ist, welche Symptome dazugehören und was du tun kannst, wenn du sie erkennst.
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Gibt es so etwas wie die Wechseljahre beim Mann? Laut der medizinischen Fachwelt schon. Mehrere Studien zeigen, dass Männer im mittleren Alter Veränderungen erleben können, die mit dem Älterwerden zusammenhängen.1
Der Begriff Penopause ist dabei etwas irreführend, weil er suggeriert, dass sie mit der Menopause vergleichbar ist. Bei Männern verläuft dieser Prozess jedoch etwas anders.
Penopause ist die Bezeichnung für Beschwerden, die manche Männer erleben, wenn ihr Testosteronniveau mit zunehmendem Alter sinkt. Häufig sind das sowohl körperliche als auch mentale Beschwerden. Ärzte verwenden lieber den Begriff Andropause oder Late-onset-Hypogonadismus, der den altersbedingten Rückgang der Hormonproduktion beschreibt.1
Wie stark diese Veränderungen ausfallen, ist von Mann zu Mann sehr unterschiedlich. Während der eine kaum etwas davon merkt, hat der andere täglich damit zu tun. Manche Männer erleben subtile Veränderungen bei Energie und Stimmung, andere wiederum Beschwerden, die ihr gesamtes Leben beeinflussen. Diese große Bandbreite macht die Penopause zu einer persönlichen Erfahrung, die jeder anders erlebt.
Es gibt kein festes Alter, in dem die Penopause beginnt, aber die meisten Männer mit Beschwerden bemerken dies irgendwo um das 50. Lebensjahr. Es kann aber ebenso gut schon um die 40 beginnen oder erst, wenn man in den 60ern ist. Andere bemerken nie etwas davon.2 Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel eigentlich schon ab dem 35. Lebensjahr. Das geschieht jedoch sehr allmählich, nämlich um etwa 1 Prozent pro Jahr.3 Das unterscheidet sich von der Menopause, bei der Frauen einen relativ schnellen Rückgang von Progesteron und Östrogen haben.
Der allmähliche Rückgang von Testosteron bei Männern verursacht meist keine Probleme, kann bei einigen Männern jedoch Beschwerden hervorrufen.

Männer in der Penopause erleben Beschwerden, die oft dem sinkenden Testosteronspiegel zugeschrieben werden. Diese Symptome betreffen sowohl Körper als auch Geist:1,2,3
Wichtig zu wissen: Du musst nicht alle diese Beschwerden haben, um von Penopause zu sprechen. Manche erleben nur wenige Symptome der Wechseljahre beim Mann, andere sind stärker betroffen. Die Kombination und Schwere unterscheiden sich daher von Person zu Person.

Bei Beschwerden, die wir der Penopause – oder den Wechseljahren beim Mann – zuschreiben, spielen verschiedene Faktoren eine Rolle, die sich gegenseitig beeinflussen:
In den Hoden befinden sich spezielle Zellen, die Leydig-Zellen. Diese Zellen sind hauptsächlich für die Produktion von Testosteron verantwortlich. Mit zunehmendem Alter nimmt die Zahl dieser Zellen ab. Auch die verbleibenden Zellen funktionieren schlechter. Dadurch sinkt die Testosteronproduktion allmählich.2,4
Dein Hypothalamus und deine Hypophyse im Gehirn steuern die Testosteronproduktion über die Hormone LH (luteinisierendes Hormon) und FSH (follikelstimulierendes Hormon). Bei älteren Männern reagiert dieses System anders – es erkennt die niedrigeren Testosteronwerte zwar, sendet aber nicht genug LH und FSH, um dies auszugleichen. Dein Körper akzeptiert gewissermaßen das niedrigere Niveau.2
SHBG (Sex Hormone Binding Globulin) ist ein Protein, das an Sexualhormone wie Testosteron in deinem Blut bindet. SHBG transportiert die Hormone in inaktiver Form durch das Blut, sodass sie den Geweben nicht zur Verfügung stehen. Die Menge an SHBG beeinflusst also, wie viel aktives Testosteron deinem Körper zur Verfügung steht. Mit zunehmendem Alter steigt SHBG an. Da mehr Testosteron gebunden wird, bleibt weniger freies Testosteron übrig, das dein Körper nutzen kann.2,4
Bei manchen Männern treten Penopause-Beschwerden früher oder stärker auf. Das kann mit deinem Lebensstil und deinen Erfahrungen zusammenhängen:2,4

Beschwerden, die der Penopause ähneln, können auch eine andere Ursache haben:2,3,4
Wenn du Symptome erkennst, die auf Penopause hindeuten, ist der Hausarzt deine erste Anlaufstelle. Er kann andere Ursachen ausschließen und gegebenenfalls deine Testosteronwerte messen lassen.
Außerdem ist es sinnvoll, die Risikofaktoren anzugehen. Mehr Bewegung, bessere Ernährung und genug Schlaf klingt banal, kann aber einen Unterschied machen. Auch Stress anzugehen kann sich lohnen, sei es durch Sport, Meditation oder einfach häufiger Entspannung. Du musst nicht alles auf einmal angehen. Beginne mit dem, was dir am leichtesten fällt, und baue von dort aus weiter auf.
Lies auch unsere anderen Blogs über die Steigerung der Libido und von Testosteron.
Ob es nun um Late-onset-Hypogonadismus, Andropause oder die Penopause beim Mann geht: Es verdient einen Platz im normalen Gespräch über Gesundheit. Sprich mit deinem Partner, Freunden oder Hausarzt darüber. Denn Anerkennung ist der erste Schritt zu einer besseren Lebensqualität.
