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Fühlen sich deine Augen brennend an, stechen sie oder hast du ständig das Gefühl, als wäre Sand darin? Vielleicht merkst du auch, dass du verschwommener siehst oder deine Augen schnell müde werden, vor allem vor dem Bildschirm. Die Wahrscheinlichkeit ist groß, dass du unter trockenen Augen leidest. In diesem Blog liest du, was mögliche Ursachen sind, und bekommst 10 praktische Tipps, damit sich deine Augen wieder angenehm anfühlen.
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Deine Augen brauchen Feuchtigkeit, um gut zu funktionieren. Auf der Augenoberfläche liegt ein dünner Feuchtigkeitsfilm, der Tränenfilm. Er schützt deine Augen unter anderem vor Schmutz, hält sie geschmeidig und sorgt für scharfes Sehen. Der Tränenfilm besteht aus drei Schichten mit jeweils eigener Funktion:
Bei trockenen Augen funktioniert eine oder mehrere dieser Schichten nicht richtig. Es wird zu wenig Tränenflüssigkeit gebildet oder sie verdunstet zu schnell, weil die Zusammensetzung gestört ist. Dadurch können sich deine Augen trocken und müde anfühlen.
Trockene Augen können sich auf verschiedene Weise bemerkbar machen. Wie sich das genau anfühlt, kann von Person zu Person unterschiedlich sein. Es kann sich folgendermaßen äußern:
Letzteres wirkt widersprüchlich: tränende Augen, obwohl sie eigentlich zu trocken sind. Dennoch kommt das oft vor. Wenn deine Augen zu wenig Feuchtigkeit haben, reagieren sie mit einer verstärkten Tränenproduktion. Diese Tränen bestehen jedoch vor allem aus Wasser und enthalten nicht die fettige Schutzschicht, die verhindert, dass die Feuchtigkeit verdunstet. Dadurch bleiben sie nicht auf der Augenoberfläche liegen, sondern laufen sofort wieder ab, ohne die Trockenheit wirklich zu lindern.
Es gibt viele verschiedene Ursachen für trockene Augen, und oft kommt eine Kombination mehrerer Faktoren zusammen. Hier sind die größten Auslöser.
Das ist heutzutage vielleicht die größte Ursache für trockene Augen. Normalerweise blinzeln wir etwa 15-20 Mal pro Minute, aber am Bildschirm sinkt das auf 5-7 Mal. Durch das seltenere Blinzeln verdunstet der Tränenfilm schneller und die Augen trocknen aus. Dabei spielt es keine Rolle, ob du am Computer, Tablet oder Smartphone sitzt: Der Effekt ist derselbe. Arbeitest du den ganzen Tag vor einem Bildschirm? Dann werden deine Augen ziemlich beansprucht.
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Kontaktlinsen liegen direkt auf deinem Tränenfilm und stören die natürliche Verteilung der Tränenflüssigkeit. Dadurch verdunstet die Feuchtigkeit schneller als normal. Manche Linsen nehmen außerdem Feuchtigkeit aus deinem Auge auf, wie ein kleiner Schwamm. Je länger du deine Kontaktlinsen trägst, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit für trockene Augen. Vor allem am Ende des Tages können sie unangenehm werden: trocken, klebrig oder sogar schmerzhaft. Gönn deinen Augen deshalb regelmäßig eine Pause und trage zwischendurch auch mal deine Brille.

Mit zunehmendem Alter bilden deine Augen weniger Tränenflüssigkeit. Besonders Frauen in den Wechseljahren sind davon durch hormonelle Veränderungen betroffen. Aber auch Schwangerschaft oder der Menstruationszyklus beeinflussen die Tränenproduktion. Merkst du, dass deine Augen in bestimmten Phasen trockener sind? Dann spielen Hormone wahrscheinlich eine Rolle.
Trockene Luft ist ein Feind deiner Augen. Denk an Klimaanlagen im Büro, Heizungsluft im Winter, Flugreisen oder windiges Wetter draußen. In solchen Situationen muss dein Tränenfilm härter arbeiten, um deine Augen feucht zu halten. Auch Rauch, Staub und Luftverschmutzung können deine Augen austrocknen. Wohnst du in einer Stadt oder arbeitest du in einer staubigen Umgebung? Dann hast du möglicherweise häufiger mit trockenen Augen zu tun.
Zum Glück gibt es viel, was gegen trockene, juckende Augen hilft. Diese Tipps verschaffen direkt Linderung und helfen deinen Augen, sich wieder angenehm anzufühlen.
Bewusstes Blinzeln macht einen großen Unterschied. Gerade wenn du viel am Bildschirm sitzt, vergisst dein Körper, ausreichend zu blinzeln. Versuche alle 20 Minuten einmal bewusst ein paar Mal langsam zu blinzeln. Du kannst auch einen Post-it an deinen Monitor kleben als Erinnerung. Durch häufigeres Blinzeln verteilst du deinen Tränenfilm besser über die Augen und verhinderst, dass die Feuchtigkeit zu schnell verdunstet.
Arbeitest du viel am Bildschirm? Dann schau alle 20 Minuten für 20 Sekunden auf etwas, das mindestens 6 Meter (“20 feet”) entfernt ist. Das gibt deinen Augen Ruhe, entspannt die Augenmuskeln und regt dich zum Blinzeln an. Stell dir einen Timer auf Computer oder Smartphone als Erinnerung. Nach ein paar Tagen wird es ganz von allein zur Gewohnheit und du merkst, dass deine Augen am Ende des Tages deutlich weniger müde sind.

Künstliche Tränen (auch Augentropfen genannt) verschaffen bei trockenen Augen sofort Linderung. Sie ergänzen deinen natürlichen Tränenfilm und halten die Augen feucht. Du kannst sie so oft verwenden, wie nötig, auch mehrmals täglich. Wähle aber Tropfen ohne Konservierungsstoffe, denn diese können deine Augen auf Dauer zusätzlich reizen. Bewahre ein Fläschchen bei der Arbeit oder in der Tasche auf, damit du immer schnell darauf zugreifen kannst.
Trockene Luft kann deine Augen austrocknen. Stell deshalb einen Luftbefeuchter auf, besonders im Winter, wenn die Heizung auf Hochtouren läuft. Hast du keinen Luftbefeuchter zu Hause? Eine Schale Wasser auf der Heizung hilft ebenfalls, die Luftfeuchtigkeit zu erhöhen.
Es gibt viele Situationen, in denen Luft direkt auf deine Augen bläst. Denk an die Lüftung im Auto, die Klimaanlage, einen Ventilator, offene Fenster während der Fahrt oder sogar einen Föhn. All diese Luftströme trocknen deinen Tränenfilm aus. Aber auch Sonne, Wind und Staub können deine Augen stark reizen. Richte die Luft deshalb immer von deinem Gesicht weg und trage bei sonnigem Wetter eine Sonnenbrille. Sie schützt deine Augen nicht nur vor UV-Strahlung, sondern auch vor Wind und Staub.
Die Position deines Bildschirms macht mehr aus, als du denkst. Stelle den Monitor etwas unter Augenhöhe ein, sodass du leicht nach unten blickst. Dadurch sind deine Augen etwas mehr geschlossen und es verdunstet weniger Feuchtigkeit. Passe auch die Helligkeit an deine Umgebung an: weder zu hell noch zu dunkel. Und aktiviere den Nachtmodus, um blaues Licht zu reduzieren, besonders in den Abendstunden. Deine Augen müssen dann weniger stark arbeiten.
Eine warme Kompresse ist nicht nur wirksam, sondern auch wunderbar entspannend nach einem langen Tag am Bildschirm. Die Wärme öffnet die kleinen Talgdrüsen in den Lidern (die sogenannten Meibom-Drüsen), sodass sich die fettige Schicht deines Tränenfilms bilden kann. Befeuchte einen Waschlappen mit warmem (nicht heißem!) Wasser, wringe ihn aus und lege ihn 5-10 Minuten auf deine geschlossenen Augen. Mach das täglich für das beste Ergebnis.
Am Rand deiner Augen sitzen kleine Drüsen, die eine fettige Substanz produzieren. Diese Fettschicht ist wichtig für deinen Tränenfilm, weil sie verhindert, dass die Tränenflüssigkeit zu schnell verdunstet. Wenn die Drüsen etwa durch Make-up-Reste, Hautschuppen oder Schmutz verstopfen, können sich deine Augen trocken und gereizt anfühlen. Es hilft, die Augenlider täglich vorsichtig mit einem warmen, feuchten Wattepad oder einer speziellen Lidreinigungslotion zu säubern.
Hast du mit Kontaktlinsen trockene Augen? Dann wechsle zu Linsen, die speziell für trockene Augen entwickelt wurden. Diese haben oft einen höheren Feuchtigkeitsgehalt oder bestehen aus einem Material, das weniger Feuchtigkeit aus deinem Auge aufnimmt. Frag deinen Optiker nach einer Empfehlung, was am besten zu deinen Augen passt. Es hilft auch, die Linsen gründlich zu reinigen, sie nicht zu lange am Stück zu tragen, sie rechtzeitig zu ersetzen und zwischendurch auch mal die Brille zu tragen.
Gewöhnliche künstliche Tränen sind nicht immer für die Verwendung mit Kontaktlinsen geeignet. Es gibt spezielle befeuchtende Tropfen, die du verwenden kannst, während du deine Linsen trägst. Sie sind anders zusammengesetzt und beschädigen deine Linsen nicht. Tropfe sie mehrmals täglich für zusätzlichen Komfort, vor allem wenn du merkst, dass deine Linsen am Ende des Tages anfangen zu kleben oder zu reizen.

Neben den oben genannten Tipps wirken sich auch deine täglichen Gewohnheiten auf deine Augen aus. Diese Lebenstipps sorgen dafür, dass du langfristig weniger unter trockenen Augen leidest.
Sieh dir auch die wichtigsten Nährstoffe für die Augen in diesem Blog an.
Trockene Augen sind sehr unangenehm, aber zum Glück oft gut behandelbar. Probiere verschiedene Tipps aus und schau, was für dich am besten funktioniert, denn nicht jeder reagiert gleich. Manchmal hilft es schon, häufiger zu blinzeln und die 20-20-20-Regel anzuwenden. Bei anderen wirken künstliche Tränen oder ein Luftbefeuchter besser. Mit dem richtigen Ansatz können sich deine Augen wieder deutlich angenehmer anfühlen.
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