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Kokosöl ist seit Jahren in der Beauty-Welt beliebt. Man sieht es in Haarmasken, als natürliche Spülung und sogar als Mittel gegen Spliss. Aber wirkt es wirklich so gut? Und ist es für jeden geeignet? In diesem Blog erzählen wir dir, was Kokosöl für dein Haar kann und was nicht.
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Vitamintest jetzt startenKokosöl wird aus dem Fruchtfleisch von Kokosnüssen gewonnen. Es ist ein natürliches Öl, das bei Zimmertemperatur fest ist, bei etwa 25 Grad jedoch flüssig wird. Du kannst es für alles Mögliche verwenden: zum gesunden Backen, in Smoothies, für die Haut und also auch für das Haar. Kokosöl ist in vielen Beauty-Produkten enthalten, du kannst es aber auch pur verwenden.
Kokosöl dringt dank des hohen Gehalts an Laurinsäure, einer mittelkettigen Fettsäure, die etwa 50 % des gesamten Fettgehalts von Kokosöl ausmacht, tief in die Haarfasern ein. Laurinsäure hilft, Feuchtigkeit im Haar zu halten und verhindert, dass es austrocknet. Einmal im Haar, schließt es die Schuppenschicht und bildet eine schützende Schicht um jedes Haar. Diese Schicht hält Feuchtigkeit fest, füllt kleine Schäden auf und schützt das Haar vor äußeren Einflüssen.
Jetzt, da du weißt, was Kokosöl ist und wie es wirkt, schauen wir uns alle Vorteile an. Denn darum geht es natürlich: Was kann es für dein Haar tun?
Hast du mit trockenem und krausem Haar zu kämpfen? Dann kann Kokosöl helfen. Es zieht tief ins Haar ein und hält Feuchtigkeit fest. Besonders bei lockigem oder gefärbtem Haar wirkt es gut, weil dieser Haartyp von Natur aus trockener ist und zusätzliche Feuchtigkeit braucht. Nach ein paar Anwendungen merkst du oft schon, dass sich dein Haar weicher anfühlt und gesünder aussieht.
Einer der sichtbarsten Effekte ist der Glanz, den Kokosöl verleiht. Durch diese schützende Schicht um das Haar reflektiert es mehr Licht, sodass deine Strähnen schön glänzen. Der Vorteil von Kokosöl ist, dass du das ohne Produkte voller Silikone oder anderer chemischer Zusätze erreichst. Dein Haar bekommt seinen gesunden Glanz auf natürliche Weise zurück.
Trockenes und geschädigtes Haar bricht schneller. Durch regelmäßige Anwendung von Kokosöl wird dein Haar stärker und geschmeidiger. Vor allem die Spitzen profitieren davon, weil sie oft am empfindlichsten sind. Nach ein paar Wochen merkst du meist schon, dass sich dein Haar gesünder anfühlt und weniger schnell splisst.
Verteilst du vor dem Föhnen oder Glätten etwas Kokosöl im Haar? Dann schützt du es vor der Hitze deiner Styling-Tools. Das Öl bildet eine Barriere, die verhindert, dass dein Haar durch die Wärme zu viel Feuchtigkeit verliert. Das macht wirklich einen Unterschied bei den Schäden, die tägliches Styling verursachen kann. Dein Haar bleibt gesünder, auch wenn du häufig einen Föhn, ein Glätteisen oder einen Lockenstab benutzt.
Nicht nur dein Haar profitiert von Kokosöl, auch deine Kopfhaut kann davon profitieren. Es spendet Feuchtigkeit und beruhigt eine gereizte, trockene oder juckende Kopfhaut, indem es Feuchtigkeit bindet und die Haut hydratisiert. Massiere es sanft in die Kopfhaut ein und lasse es kurz einwirken. Das ist besonders im Winter angenehm, wenn die Kopfhaut durch die Heizung oft noch trockener wird.

Kokosöl hat viele Vorteile, aber auch einige Nachteile. Bevor du also direkt einen Topf kaufst und dein ganzes Haar damit einschmierst, schau dir auch die folgenden Punkte an.
Kokosöl ist fettig. Wirklich fettig. Das bedeutet, dass du es oft mehrmals auswaschen musst, um es vollständig aus dem Haar zu bekommen. Einmal Shampoo reicht meistens nicht, und manchmal brauchst du sogar zwei oder drei Haarwäschen, bevor sich dein Haar wieder sauber anfühlt. Dann gerätst du in einen Teufelskreis: Du verwendest Kokosöl, um dein Haar mit Feuchtigkeit zu versorgen, musst es danach aber so oft waschen, dass dein Haar wieder trocken wird.
Kokosöl ist ziemlich schwer. Verwendest du zu viel oder hast du dünnes, feines Haar? Dann kann dein Haar dadurch platt und fettig aussehen. Das Gewicht des Öls zieht dein Haar nach unten, sodass du an Volumen verlierst. Selbst wenn du das Öl gut ausspülst, bleibt oft noch ein Rest zurück, der dein Haar beschwert. Für Menschen mit feinem Haar ist das besonders unangenehm, weil das Haar schnell kraftlos und platt wird.
Das ist vielleicht das Wichtigste: Kokosöl wirkt nicht bei jedem gleich gut. Hast du dickes, grobes oder lockiges Haar? Dann kannst du wahrscheinlich viel von Kokosöl profitieren. Bei feinem, dünnem oder schnell fettendem Haar kann es jedoch genau das Gegenteil bewirken. Teste es deshalb zuerst an einer kleinen Strähne, bevor du deinen ganzen Kopf damit behandelst.
Trägst du Kokosöl auf die Kopfhaut auf? Dann besteht die Möglichkeit, dass es die Poren verstopft. Das Öl bildet eine dichte Schicht, wodurch Talg und Abfallstoffe nicht gut abtransportiert werden können. Dadurch kann es zu Juckreiz und Pickeln kommen. Vor allem wenn du ohnehin schnell eine fettige Kopfhaut hast, solltest du vorsichtig sein. Trage das Öl dann nur auf Längen und Spitzen auf und lass die Kopfhaut in Ruhe.
Kokosöl enthält Eiweiße, die im Haar bleiben und sich dort anreichern. Bei eiweißempfindlichem Haar wird es dadurch eher trockener, strohiger und spröder statt weicher. Das merkst du oft daran, dass sich dein Haar nach der Anwendung steif und schwer zu bändigen anfühlt, statt weich und glänzend. Merkst du, dass dein Haar nicht gut darauf reagiert? Dann ist eine andere Ölart wie Arganöl oder Jojobaöl womöglich die bessere Wahl.
Möchtest du Kokosöl für dein Haar ausprobieren? Das sind die besten Möglichkeiten, es zu verwenden.
Das ist die beliebteste Methode. Verteile das Öl großzügig im trockenen Haar, vor allem in den Längen und Spitzen. Lasse es mindestens 30 Minuten einwirken und wasche es danach gründlich mit Shampoo aus. Manchmal brauchst du zwei bis drei Haarwäschen, um das gesamte Öl zu entfernen. Du kannst das Öl auch über Nacht im Haar lassen für eine intensive Behandlung.

Hast du dickes, grobes Haar und möchtest du ein kleines bisschen Öl als Stylingprodukt verwenden? Dann nimm eine héél kleine Menge (einen Tropfen) und verteile sie in den Spitzen. Das sorgt für Glanz und schützt dein Haar den ganzen Tag. Verwende nicht zu viel, sonst wird dein Haar schnell fettig und klebrig. Diese Methode funktioniert nur, wenn du dickes Haar hast, das mit dem zusätzlichen Öl klarkommt.
Massiere etwa eine Stunde vor dem Waschen etwas Kokosöl in Kopfhaut und Haar ein. Das schützt dein Haar vor der austrocknenden Wirkung von Shampoo und sorgt dafür, dass es beim Waschen nicht zu viel Feuchtigkeit verliert. Das ist besonders praktisch, wenn du oft waschen musst oder Shampoo verwendest, das dein Haar austrocknet. Das Öl wirkt wie eine Barriere zwischen deinem Haar und dem Shampoo.
Trage vor dem Föhnen oder Glätten eine dünne Schicht auf, um dein Haar vor Hitze zu schützen. Achtung: Wenig verwenden, sonst wird dein Haar zu fettig und klebt zusammen. Am besten funktioniert es auf feuchtem Haar, weil sich das Öl dann gleichmäßiger verteilt. Wärme das Öl zuerst kurz zwischen deinen Händen an und verteile es dann vorsichtig in Längen und Spitzen.
Es gibt zwei Arten: raffiniertes und unraffiniertes (virgin) Kokosöl. Das Virgin-Kokosöl ist reiner, enthält mehr Nährstoffe und riecht angenehm nach Kokos. Die raffinierte Variante ist geruchsneutraler, enthält aber etwas weniger von diesen zusätzlichen Nährstoffen. Für dein Haar macht die Virgin-Variante meist den größten Unterschied.
Kokosöl für dein Haar kann wunderbar wirken, aber oft nur, wenn es zu deinem Haartyp passt. Bei dickem, trockenem oder lockigem Haar profitierst du oft stark von Kokosöl. Bei feinem oder schnell fettendem Haar wirkt es dagegen häufig kontraproduktiv. Dann ist ein leichteres Öl wie Arganöl oder Jojobaöl oft die bessere Wahl.
Wichtig ist vor allem, wie dein Haar darauf reagiert. Wird es weicher und glänzender? Dann funktioniert es für dich gut. Fühlt es sich eher schwerer und fettiger an? Dann probiere lieber etwas anderes. Auch wenn viele Menschen auf Kokosöl schwören, ist es also kein Mittel, das bei jedem funktioniert.
Willst du mehr erfahren? Schau dir dann auch 12 häufig gestellte Fragen zur Haarpflege an.
