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Denkst du jemals darüber nach, wie oft du lachst? Es stellt sich heraus, dass wir es immer weniger tun. Und das, obwohl es viele Beweise dafür gibt, dass ein einfaches Lächeln oder ein lautes Lachen so viel bewirken kann. Aber was macht das Lachen so gesund, und wie kannst du es öfter tun?
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Während ein Vierjähriger mühelos 300 Mal am Tag lacht, verteilen sich dieselben 300 Lachmomente bei einem Vierzigjährigen auf einen Zeitraum von durchschnittlich 10 Wochen. Ein auffallend großer Unterschied, der sich laut Forschern ab etwa dem 23. Lebensjahr entwickelt. Woran liegt das? Eine Vermutung gibt es. In diesem Alter treten nämlich viele Menschen erstmals ins Berufsleben ein, was möglicherweise mit dazu beiträgt, dass das Lachen immer mehr in den Hintergrund rückt.1
Der Alltag mit Verpflichtungen, Deadlines und der ‘ernsten’ Seite des Erwachsenseins scheint also für den drastischen Rückgang der Lachmomente zu sorgen. Wo Lachen früher ganz selbstverständlich zum Tag gehörte, wirkt es heute eher wie eine Ausnahme. Doch weniger wertvoll ist es dadurch nicht! Immer mehr Studien zeigen, dass Lachen in jeder Lebensphase gesund ist.
Alle diese Systeme arbeiten gleichzeitig zusammen, damit du lachen kannst. Es handelt sich also um eine koordinierte Reaktion, wenn du etwas Lustiges erlebst, auch wenn es sich manchmal anders anfühlen mag.
Eine lustige Situation, die dich zum Lachen bringt, führt zu einer geringeren Produktion des Stresshormons Cortisol.2 Dadurch nimmst du möglicherweise für einen Moment weniger Anspannung in deinem Körper wahr und kannst sogar ein Gefühl der Erleichterung erleben. Diese Reaktion geht auf einen eingebauten Mechanismus zurück, der dazu gedacht ist, Stress im Körper zu verarbeiten. Regelmäßigeres Lachen kann daher dazu beitragen, dein Stressniveau zu senken, ohne dass du dafür viel tun musst.3
Siehe auch unseren Blog mit 10 Tipps, um dein Cortisol zu senken.
Eine positive Wirkung auf dein Immunsystem während des Lachens ist laut Forschern auf eine erhöhte Aktivität natürlicher Killerzellen (NK-Zellen) zurückzuführen. Diese Zellen sind notwendig, um Viren und infizierte Zellen zu bekämpfen. In einer Studie, in der die Teilnehmer lustige Videos anschauten, hielt dieser Effekt sogar bis zu 12 Stunden an. Außerdem wurde ein Anstieg von Immunglobulinen beobachtet, also Antikörpern, die beim Abbau von Bakterien und Viren helfen. Auch wenn diese Erkenntnisse interessant sind, sind noch weitere Studien nötig, um die langfristigen Auswirkungen von Lachen auf das Immunsystem zu verstehen.4
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Während eine stressige Situation deine Blutgefäße verengen und den Druck auf das Herz erhöhen kann, bietet Lachen ein natürliches Gegengewicht. So kann es die Blutgefäße weiten, was zu einer besseren Durchblutung führt. Langfristig kann dies zu einer besseren Herz-Kreislauf-Gesundheit beitragen. Dieser Effekt ist vergleichbar mit dem, was bei leichter körperlicher Bewegung geschieht, bei der dein Herzschlag steigt und sich die Blutgefäße weiten. Obwohl noch weitere Forschung nötig ist, deutet die aktuelle Studienlage darauf hin, dass Lachen dein Herz und deine Blutgefäße vor den negativen Folgen stressiger Situationen schützen kann.5
Lies auch unseren Blog über die beste Ernährung für Herz und Gefäße.

Wenn du mit jemandem lachst, werden in deinem Gehirn Stoffe freigesetzt, die dir ein angenehmes Gefühl geben und deine Bindung zu dieser Person stärken. Natürliche Opioide und Oxytocin sind dabei beteiligt. Natürliche Opioide fördern ein Gefühl der Freude, während Oxytocin, das auch als ‘Kuschelhormon’ bezeichnet wird, es leichter macht, sich mit anderen wohlzufühlen und stärkere Beziehungen aufzubauen.6 Diese stärkeren Beziehungen tragen wiederum auch zu deinem allgemeinen Wohlbefinden bei.7
Neugierig, was das Kuschelhormon noch bewirkt? Dann lies unseren Blog über Oxytocin.
Lachtherapie konzentriert sich darauf, Lachen bewusst einzusetzen, um sich körperlich und mental besser zu fühlen. Anstatt zu warten, bis etwas Lustiges passiert, arbeitest du mit Übungen und Techniken daran, Lachen auszulösen. Das können zum Beispiel einfache Lachmeditationen sein, aber auch humorvolle Gruppenaktivitäten. Ziel ist es, die Vorteile des Lachens, wie Stressreduktion, Entspannung und die Förderung von Glückshormonen, bewusst hervorzurufen, auch wenn du nicht glücklich bist.
Lachtherapie sollte nicht als medizinische Behandlung gesehen werden, wird aber häufig ergänzend eingesetzt. So kann sie bei der Linderung von Symptomen nützlich sein. Menschen mit depressiven Verstimmungen erleben nach einer Sitzung oft weniger Stress und mehr Energie. Aber auch bei körperlichen Beschwerden wird Lachtherapie unterstützend eingesetzt, etwa zur Förderung der Atmung und bei Muskelverspannungen. Auch wenn es keine direkten medizinischen Vorteile gibt, kann sie doch zu einer besseren Lebensqualität beitragen.8
Interessanterweise nein! Auch wenn du das Lachen selbst auslöst, zum Beispiel mithilfe von Lachübungen, kannst du von den Vorteilen profitieren. Studien zeigen nämlich, dass dein Körper spontanes und bewusstes Lachen nicht gut voneinander unterscheiden kann und die guten Stoffe wie Endorphine in beiden Fällen ganz normal freigesetzt werden. Du musst also nicht warten, bis etwas Lustiges passiert.8,9

Mehr lachen ist also durchaus gesund und es muss gar nicht schwer sein:
Die Antwort liegt irgendwo dazwischen. Lachen ist natürlich sehr schön und bringt Humor in dein Leben, aber es tut auch tatsächlich etwas für deine Gesundheit. So kann es dir in stressigen Situationen helfen, dein Herz unterstützen und möglicherweise einen positiven Effekt auf dein Immunsystem haben.
