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Hast du während der kalten, dunklen Monate das Gefühl, dass du einfach weiterschlafen könntest und dein Körper mehr Schlaf braucht als gewöhnlich? Du bist nicht allein! Viele Menschen bemerken, dass sich ihr Schlafmuster im Winter aufgrund der kürzeren Tage und kälteren Temperaturen verändert. Aber brauchen wir tatsächlich mehr Schlaf in den Wintermonaten? Wir haben es für dich herausgefunden.
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Ein guter Schlaf ist von unschätzbarem Wert für deine physische und mentale Gesundheit. Während des Schlafes erholt sich der Körper nicht nur von physischer Anstrengung, sondern es findet auch Zellerneuerung statt. Ausreichender Schlaf unterstützt eine optimale Funktion des Immunsystems, hilft bei der Regulation von Emotionen, verbessert unsere Stimmung und fördert kognitive Funktionen wie Konzentration und Gedächtnis.
Zudem spielt Schlaf eine wichtige Rolle im Hormonhaushalt. In den Tiefschlafphasen produziert der Körper Wachstumshormone, die für die Gewebereparatur, den Muskelaufbau und die Zellerneuerung wesentlich sind.1 Dieser Prozess ist nicht nur wichtig für das Wachstum, sondern auch für die Verlangsamung des Alterns und die Reparatur des täglichen Verschleißes. Wenn du nicht genug schläfst oder nicht genug guten Schlaf bekommst, wirkt sich dies direkt auf dein tägliches Leben und möglicherweise auf deine allgemeine Gesundheit und Wohlbefinden aus.
Im Erwachsenenalter benötigen die meisten Menschen zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf, obwohl bestimmte Faktoren dies beeinflussen können. Es kann sein, dass du mehr Schlaf benötigst, wenn du Schlafmangel hast, schwanger bist, schlechte Schlafqualität hast oder älter wirst.
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Forschungen haben ergeben, dass die Jahreszeiten Einfluss darauf haben können, wie lange und wie gut wir schlafen. Studien zeigen, dass Menschen im Winter im Durchschnitt eine Stunde länger schlafen als im Sommer.2 Obwohl dieser Unterschied statistisch nicht signifikant war und bekannt war, dass die Teilnehmer Schlafprobleme hatten, weist er auf einen saisonalen Trend hin. Eine Umfrage der Amerikanischen Akademie für Schlafmedizin zeigte auch, dass 34% der Befragten im Winter mehr schlafen als in anderen Jahreszeiten.3
Eine japanische Studie aus dem Jahr 2019 bestätigt diese Erkenntnisse. Forscher analysierten Fragebögen von 1388 Personen zwischen 2004 und 2007 und stellten fest, dass die Schlafdauer im Laufe des Jahres variierte. Im Winter schliefen die Teilnehmer am längsten, während sie im Sommer am wenigsten schliefen.4

Die Veränderungen im Licht und in der Temperatur haben einen deutlichen Einfluss auf deinen Körper. Im Winter scheint die Sonne selten. Dies wirkt sich nicht nur auf deine Stimmung aus, sondern auch auf dein Schlafbedürfnis. Deine biologische Uhr, die stark auf Licht und Temperatur reagiert, kann durch die kürzeren Tage und kälteren Temperaturen gestört werden. Dadurch kann es sein, dass du im Winter öfter müde bist und mehr Schlaf brauchst.
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Die Müdigkeit, die viele Menschen im Winter erleben, ist größtenteils auf die kürzeren Tage und das Fehlen von Sonnenlicht zurückzuführen. Licht spielt eine wichtige Rolle bei der Regulation deiner Energie und Wachheit. Blaues Licht am Morgen verleiht einen Energieschub und hilft dabei, wach zu werden, während Tageslicht mit kühleren Tönen dich wach und produktiv macht. Abends bereiten die warmen Bernsteinfarben eines Sonnenuntergangs deinen Körper auf Ruhe und Schlaf vor.
Wenn es dunkel wird, produziert dein Körper mehr Melatonin, ein Hormon, das beim Einschlafen hilft. Wenn die Tage nur dunkel und grau sind, steigt die Melatoninproduktion, was sich auf deinen Schlaf-Wach-Rhythmus und dein Energieniveau auswirkt. Dadurch fühlst du dich schneller müde, wenn es draußen dunkel ist.
Ein erhöhter Melatoninspiegel kann auch die Produktion des Glückshormons Serotonin verringern. Dies kann deine Stimmung, deinen Schlaf und dein Libido beeinflussen und zu der bekannten Winterdepression beitragen.5 Eines der Symptome einer solchen Winterdepression ist ein erhöhtes Schlafbedürfnis. Darüber hinaus führt der Mangel an Sonnenlicht im Winter zu einem reduzierten Vitamin-D-Spiegel. Dieser Mangel kann Müdigkeit, Antriebslosigkeit und allgemeine Energiemangel verursachen, wodurch du dich noch schläfriger fühlen kannst.6
Kältere Temperaturen beeinflussen deine Schlafbedürfnisse auf verschiedene Weise. Obwohl ein kühler Raum oft zu einem guten Schlaf beiträgt, kann extreme Kälte störend wirken. Unter der Decke zittern und kalte Füße tragen nicht gerade zur Entspannung beim Schlafen bei. Zudem kann kalte, trockene Luft die Atemwege reizen und das Schlafen unangenehmer machen. Schließlich regen winterliche Temperaturen deinen Stoffwechsel an, was zu einem größeren Schlafbedarf und einem größeren Hungergefühl führt.
Bis vor Kurzem wurde angenommen, dass saisonale Einflüsse kaum Auswirkungen auf den menschlichen Schlaf haben, im Gegensatz zu Tieren mit Winterschlaf. Forschungen zeigen jedoch, dass dies weit von der Realität entfernt ist. Menschen erfahren im Winter einen längeren REM-Schlaf (ungefähr 30 Minuten mehr) im Vergleich zum Sommer, sogar in städtischen Gebieten mit künstlicher Beleuchtung.3
Der REM-Schlaf, oder rapid eye movement-Schlaf, ist eine wichtige Phase im Schlafzyklus, in der das Gehirn aktiver ist und du träumst. Diese Phase, die stark von Lichtänderungen beeinflusst wird, spielt eine entscheidende Rolle bei der emotionalen Verarbeitung, der Gedächtnisbildung, der Konzentration und der Immunfunktion. Zudem trägt er zur Regulierung der Stimmung und der Gehirnentwicklung bei. Insbesondere im Winter scheint der längere REM-Schlaf eine Unterstützung für dein mentales und physisches Wohlbefinden zu bieten.

Es scheint besonders wichtig zu sein, tiefen, erholsamen Schlaf zu haben. Mehr Schlaf ist nur dann sinnvoll, wenn es sich um qualitativen und beruhigenden Schlaf handelt. Hier sind einige Tipps, um das Beste aus deinem Schlaf zu machen:
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Guter Schlaf ist entscheidend für unsere Gesundheit und unser Wohlbefinden. Obwohl die meisten Erwachsenen das ganze Jahr über zwischen 7 und 9 Stunden Schlaf pro Nacht benötigen, ist es völlig normal, im Winter mehr Schlafbedarf zu haben. Höre auf deinen Körper und gönne dir eine zusätzliche Stunde, wenn nötig.
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