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Stressige Situationen halten dich wach, doch bei dauerhafter Belastung kann das Gleichgewicht in deinem Körper aus der Balance geraten. Immer mehr Menschen suchen deshalb nach pflanzlichen Lösungen, um das natürliche Gleichgewicht des Körpers zu unterstützen, etwa mit Adaptogenen. In diesem Blog erklären wir dir die genaue Bedeutung von Adaptogenen und was sie für deinen Körper tun können.
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Adaptogene sind bestimmte Pflanzen und natürliche Stoffe, denen zugeschrieben wird, dass sie dem Körper helfen, im Gleichgewicht zu bleiben. Dabei handelt es sich meist um Pilze, Wurzeln, Beeren und Kräuter, die schon seit Langem in der traditionellen Medizin verwendet werden.
Ab den 1940er-Jahren begannen Wissenschaftler, diese Stoffe ernsthaft zu untersuchen, und 1958 führte der russische Toxikologe Lazarev den Begriff Adaptogen ein. Damit meinte er natürliche oder synthetische Stoffe, die die Widerstandsfähigkeit stärken. Diese Beschreibung wurde inzwischen etwas angepasst. Gemeint waren Stoffe, die die Belastbarkeit des Körpers unterstützen. Heute wird der Begriff für unbedenkliche natürliche Verbindungen verwendet, die helfen, das innere Gleichgewicht auf verschiedenen Ebenen zu erhalten.1
Die heutige Definition von Adaptogenen basiert auf drei Kriterien, die bestimmen, ob ein Stoff wirklich als Adaptogen gelten kann. Diese Bedingungen gehen auf Lazarevs ursprüngliche Idee zurück, wurden im Laufe der Zeit jedoch weiter verfeinert:1
Die Wirkung von Adaptogenen scheint mit der Hypothalamus-Hypophysen-Nebennieren-Achse (HPA-Achse) zusammenzuhängen, einem wichtigen Regelsystem, das verschiedene Prozesse im Körper steuert. Wenn dieses System aktiviert wird, werden bestimmte Hormone wie Cortisol, Adrenalin und Noradrenalin gebildet. Dadurch kann dein Körper unter anderem den Kampf-oder-Flucht-Modus aktivieren.2,3
Bleibt dieses System über längere Zeit aktiv, etwa durch anhaltende Anspannung oder stressige Situationen, bleiben Hormone wie Cortisol und Adrenalin erhöht. Dadurch bleibt der Körper im Kampf-oder-Flucht-Modus. Adaptogene scheinen dabei zu helfen, diese Hormonspiegel zu normalisieren, vermutlich weil sie an den Glukokortikoidrezeptoren ansetzen und so zu einem wiederhergestellten Gleichgewicht in der HPA-Achse beitragen.2 Die physiologischen Reaktionen fallen dann weniger stark aus.2,3
Wie Adaptogene das genau tun, ist noch nicht vollständig geklärt. Für einige Stoffe sind zwar spezifische Wirkmechanismen bekannt, doch das Gesamtbild ist noch Gegenstand der Forschung – vor allem im Hinblick auf ihren Einfluss auf die HPA-Achse und darauf, wie deutlich diese Effekte spürbar sind.2 Außerdem gibt es Hinweise darauf, dass Adaptogene auch über andere Wege wirken können, zum Beispiel über die Hautbarriere, das Bindegewebe oder das Immunsystem.1

Die Forschung zu Adaptogenen weist auf verschiedene vielversprechende Effekte hin, auch wenn noch nicht alles vollständig geklärt ist. Viele Studien sind klein angelegt, doch die ersten Ergebnisse zeigen interessante Möglichkeiten.
Einige Studien untersuchten auch die Wirkung bei leichten bis mittleren Angstgefühlen. Dabei zeigte sich, dass Rhodiola rosea zu einem Gefühl der Ruhe beitragen kann.2 Diese Erkenntnis basiert auf Fragebögen, die Angstgefühle erfassen. Bei den Ergebnissen zeigte sich, dass nur die höheren Dosierungen zu einer signifikanten Verbesserung führten.2
Adaptogene könnten auch deine emotionale Widerstandskraft unterstützen. Studien mit Sportlern zeigten, dass bestimmte adaptogene Mehrfach-Extrakt-Formeln den Anstieg von Cortisol nach intensiven Trainingseinheiten hemmen konnten. Auch der wahrgenommene Stress nahm ab.2 Der Körper schien also weniger stark auf die körperliche Belastung durch Sport zu reagieren. Ob das daran lag, dass sie besser mit Stress umgehen konnten, oder ob der Stress selbst abnahm, lässt sich schwer sagen.
Les auch unseren Blog mit Tipps zum Senken von Cortisol.
Obwohl weniger umfangreich untersucht, gibt es Hinweise darauf, dass einige Adaptogene bei Müdigkeit helfen können. Rhodiola rosea wird beispielsweise schon lange bei stressbedingter Müdigkeit eingesetzt, auch wenn die wissenschaftliche Evidenz dafür noch begrenzt ist.3
Möchtest du wissen, warum du oft müde bist? Dann lies unseren Blog über die Ursachen von Müdigkeit.
Eine gesunde Libido hängt mit dem Gleichgewicht verschiedener Hormone zusammen, darunter Testosteron, Östrogen und Progesteron. Wenn sich dieses Gleichgewicht verschiebt, kann das Auswirkungen auf das sexuelle Verlangen haben. Adaptogene können dieses Gleichgewicht unterstützen. Einer der bekanntesten darunter ist Maca. Forschung deutet darauf hin, dass Maca die Libido unterstützen kann, möglicherweise weil es Einfluss auf die hormonelle Regulation und den Energiehaushalt hat.4
Sieh dir auch unsere Ernährungstipps zur Steigerung der Libido an.

Es gibt zahlreiche Kräuter, Pilze, Beeren und Wurzeln, die auf ihre mögliche adaptogene Wirkung untersucht werden. Die Ergebnisse sind vielversprechend, doch die Erfahrung ist von Person zu Person unterschiedlich. Während die einen schnell einen Effekt bemerken, nehmen andere kaum eine Veränderung wahr. Nachfolgend findest du eine Übersicht der bekanntesten Adaptogene und ihrer traditionellen Verwendung.
Adaptogene haben eine lange Geschichte in verschiedenen medizinischen Traditionen und sollen die Widerstandskraft in stressigen Situationen unterstützen. Die bisherige Forschung ist ermutigend. Gleichzeitig bleibt das Bild noch recht fragmentiert. Die Studien sind teils klein und die Ergebnisse fallen noch unterschiedlich aus. Dennoch kann es interessant sein, Adaptogene zur Unterstützung auszuprobieren.
