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Um Ihre Gesundheit zu bestimmen, gibt es verschiedene Maßstäbe zu beachten. Einer davon ist die Taille zu messen. Aber was bedeutet das, warum ist der Taillenumfang wichtig und wie zuverlässig ist diese Messmethode eigentlich? Ob das Messen der Taille ein guter Indikator für Ihre Gesundheit ist, erfahren Sie hier.
Weiterlesen unter dem Bild.

Der Taillenumfang, auch als Tailleumfang bezeichnet, ist die Messung des Umfangs des schmalsten Teils der Taille, normalerweise direkt über dem Bauchnabel. Es ist eine wichtige Messung als Indikator für die Verteilung des Körperfetts. Es wird als ein guter Maßstab für die Gesundheit angesehen, da die Ansammlung von Fett um die Taille mit einem erhöhten Risiko für bestimmte Gesundheitsprobleme in Verbindung gebracht wird.
In den Niederlanden gelten die folgenden Richtlinien für den Taillenumfang bei Erwachsenen im Alter von 19 bis 69 Jahren:1
Ein Taillenumfang, der diese Werte überschreitet, wird mit einem erhöhten Gesundheitsrisiko in Verbindung gebracht. Bei Frauen besteht ein erhöhtes Risiko, wenn der Taillenumfang über 88 cm liegt, während dies bei Männern der Fall ist, wenn der Taillenumfang über 102 cm liegt.
Es ist wichtig zu beachten, dass diese Zahlen nicht für Kinder und über 70-Jährige gelten. Darüber hinaus sind die Richtlinien in den Niederlanden auf Menschen mit europäischem Hintergrund ausgerichtet. Für Menschen mit einer anderen Ethnie gelten andere gesunde Grenzwerte:1
Um den Bauchumfang zu messen, folgen Sie diesen Schritten:
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Körperfett ist ein entscheidender Faktor für die Gesundheit, aber die Verteilung des Körperfetts ist noch wichtiger. Wissenschaftler sind sich seit Jahrzehnten einig, dass nicht der Gesamtkörperfettanteil entscheidend ist, sondern die spezifischen Stellen, an denen Fett sich ansammelt.2
Ungefähr 90% des Körperfetts ist Unterhautfett, das sich unter der Haut befindet. Diese Art von Fett ist eine Energiequelle, die der Körper in Zeiten von Nahrungsknappheit nutzen kann. Unterhautfett ist auch wichtig für die Isolierung und den Schutz der Organe.
Wenn die Speicherkapazität des Unterhautfetts voll ist, kann der Körper Fett um die Organe herum in Form von viszeralem Fett (verbleibende 10%), auch Bauchfett genannt, speichern. Viszerales Fett ist aktiver als Unterhautfett und kann Hormone und andere bioaktive Moleküle produzieren. Diese Substanzen können schädlich für die Gesundheit sein.2
Obwohl die genauen Mechanismen hinter viszeralem Fett noch nicht vollständig verstanden sind, herrscht Konsens über die erhöhten Gesundheitsrisiken, die damit verbunden sind.2,3 Dies wird auch von offiziellen Gesundheitsbehörden wie der Hartstichting und dem RIVM betont.
Die Folgen von zu viel Bauchfett sind:
Nicht nur Übergewicht um den Bauch herum beeinflusst die körperliche Gesundheit, sondern kann auch negative Auswirkungen auf die geistige Gesundheit und die allgemeine Lebensqualität haben.
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Das Messen der Taille ist eine einfache und kostengünstige Methode, um die Menge an Bauchfett zu messen. Es hat jedoch einige Nachteile und Einschränkungen, die berücksichtigt werden müssen. Zunächst können Fehler leicht beim Messen gemacht werden. Der Fehlerbereich kann bis zu 15 Zentimeter betragen.4
Die Verwendung von Durchschnittswerten für den Taillenumfang ist möglicherweise nicht für alle Individuen geeignet. Menschen unterscheiden sich stark in Körperform und Fettverteilung. Ein einzelner Standard passt daher nicht immer zur Vielfalt der Körpertypen. Dies gilt für schwangere Frauen oder Menschen mit Wirbelsäulenverformungen, einem breiten Becken oder viel Muskelmasse.
Schlanke Menschen sind außerdem nicht immun gegen die Ansammlung von viszeralem Fett. Es ist möglich, dass jemand schlank ist, aber dennoch eine erhebliche Menge an viszeralem Fett hat. Ebenso können Menschen mit kräftiger Statur wenig viszerales Fett haben.
Bei der Interpretation von Taillemessungen muss außerdem die ethnische Zugehörigkeit berücksichtigt werden. Menschen mit unterschiedlichen genetischen Hintergründen können Variationen in der Fettverteilung und Körperform aufweisen. Dies macht die Festlegung einer universellen Norm herausfordernd.
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BMI (Body Mass Index) ist möglicherweise die bekannteste und am häufigsten verwendete Maßzahl zur Bewertung des Körpergewichts einer Person. Obwohl es eine einfache Methode ist, um eine grobe Schätzung zu erhalten, hat es auch einige Nachteile. Zum Beispiel berücksichtigt der BMI nicht die Verteilung von Körperfett im Körper.
Neben dem Bauchumfang gibt es andere Maßstäbe, die besser die Verteilung des Körperfetts berücksichtigen, wie das Taille-Hüft-Verhältnis (WHR) und das Taille-Längenverhältnis (WHtR). Die WHR wird berechnet, indem der Taillenumfang durch den Hüftumfang geteilt wird. Die WHtR wird berechnet, indem der Taillenumfang durch die Länge geteilt wird. Untersuchungen legen nahe, dass der Taillenumfang und der WHtR in einigen Situationen bessere Indikatoren für die Gesundheit sind als der BMI.5,6
Obwohl diese Methoden nützlich sein können, um eine grobe Schätzung der Körperfettverteilung und des Risikos für bestimmte Gesundheitsprobleme zu erhalten, ist es wichtig zu betonen, dass sie keine endgültige Diagnose stellen können. Darüber hinaus beeinflussen individuelle Variationen und Lebensumstände die Interpretation der Ergebnisse.
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Kein Maß ist perfekt, um das Körpergewicht zu bewerten. BMI, Taillenumfang, WHR und WHtR haben alle ihre Vor- und Nachteile. Der beste Weg, ein gesundes Gewicht zu erreichen, besteht darin, einen gesunden Lebensstil zu pflegen, mit einer ausgewogenen Ernährung und ausreichend Bewegung. Diese Elemente haben einen tieferen Einfluss auf die Gesundheit als eine einzelne Messung. Sie können dazu beitragen, Gesundheitsprobleme zu vermeiden und das Wohlbefinden langfristig zu fördern.
