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Ein Löffel grünes Pulver in deinem Smoothie für zusätzliche Nährstoffe? Viele Menschen verwenden Chlorella oder Spirulina inzwischen täglich. Aber online liest man auch Geschichten über mögliche Risiken dieser beliebten Algen. In diesem Blog schauen wir uns an, ob Chlorella und Spirulina gefährlich sind und worauf du beim Kauf achten solltest.
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Spirulina (Arthrospira platensis und Arthrospira maxima) wird oft als blaugrüne Alge bezeichnet, ist aber in Wirklichkeit eine Cyanobakterie. Dieses Bakterium wächst von Natur aus in warmen, mineralreichen Salzseen. Chlorella ist tatsächlich eine echte Alge, genauer gesagt eine grüne Süßwasseralge. Diese Alge ist reich an Chlorophyll, daher ihre intensiv grüne Farbe.
Heute werden Spirulina und Chlorella in großem Umfang kultiviert und in Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet. Das ist nicht weiter überraschend, denn ihr Nährstoffprofil ist beeindruckend. Sie enthalten reichlich Eiweiß, Vitamine, Mineralstoffe und Antioxidantien und sind daher bei Menschen beliebt, die ihre Ernährung gerne um etwas Extra ergänzen möchten. Du findest sie auch in vielen Formen, von Pulver bis hin zu Tabletten und Kapseln.
Neugierig auf andere Produkte aus Algen, wie zum Beispiel Algenöl? Lies es in unserem früheren Blog.
Es gibt also immer mehr Menschen, die Spirulina oder Chlorella verwenden, und doch taucht hin und wieder die Frage auf, ob diese Algen wirklich ganz sicher sind. Das hat zum Teil mit der Art zu tun, wie sie kultiviert werden. Spirulina wird traditionell aus offenen Seen in warmen Regionen geerntet. Das klingt natürlich und rein, aber solche Gewässer lassen sich manchmal schwer kontrollieren. Liegt ein solcher See zum Beispiel in der Nähe von Landwirtschafts- oder Industriegebieten, können unerwünschte Stoffe ins Wasser gelangen.1 Bei Chlorella ist es ähnlich. Auch hier hängt die Qualität stark von den Bedingungen ab, unter denen sie kultiviert wird.1
In den letzten Jahren sind in der wissenschaftlichen Literatur mehrere Studien erschienen, die die Qualität kommerzieller Produkte unter die Lupe nahmen.1,2 Dieses Interesse der Forschenden, kombiniert mit vereinzelten Meldungen bei Gesundheitsbehörden, hat dazu geführt, dass sich Verbraucher fragen, ob Spirulina und Chlorella gefährlich sein können.
Bei der Kultivierung und Verarbeitung von Spirulina und Chlorella können manchmal unerwünschte Stoffe ins Endprodukt gelangen. Dabei geht es vor allem um Verunreinigungen wie Schwermetalle und natürliche Toxine, die im Wasser vorhanden sein können. Im Folgenden erfährst du mehr über diese möglichen Verunreinigungen und was die Forschung dazu zeigt.

Man liest gelegentlich, dass Spirulina oder Chlorella Schwermetalle enthalten können. Blei, Quecksilber, Cadmium und Arsen werden als mögliche Verunreinigungen genannt.1,2 Aber wie realistisch ist dieses Risiko?
In einer Studie untersuchten Forschende 25 Spirulina-Produkte aus verschiedenen Ländern. Bei den von ihnen analysierten Schwermetallen lagen alle Produkte innerhalb sicherer Grenzwerte. Allerdings zeigten sich deutliche Unterschiede zwischen den Produkten.2 Eine andere Studie, die sowohl Spirulina- als auch Chlorella-Produkte untersuchte, fand ebenfalls Unterschiede bei den Mengen an Schwermetallen zwischen den Produkten.3 Die Unterschiede scheinen vor allem mit der Herkunft der Algen zusammenzuhängen. Kultivierungsorte in der Nähe von Landwirtschafts- oder Industriegebieten hatten ein höheres Risiko für eine Belastung des Wassers, wodurch der Gehalt an Schwermetallen im Endprodukt höher ausfallen kann.1,2
Spirulina gehört zu den blaugrünen Algen, einer Gruppe, von der einige Arten giftige Stoffe produzieren können. Die Spirulina-Arten, die für Nahrungsergänzungsmittel verwendet werden, tun das selbst nicht und sind von Natur aus unbedenklich. Da Spirulina jedoch oft in offenen Gewässern kultiviert wird, können dort auch andere Blaualgen wachsen, etwa Microcystis aeruginosa. Diese Art produziert Microcystine: eine Gruppe verwandter Toxine, die bei einer Algenblüte in großen Mengen freigesetzt werden. Obwohl Spirulina diese Stoffe nicht selbst bildet, kann bei unzureichender Kontrolle eine unerwünschte Alge dennoch in die Kultivierung gelangen und das Endprodukt verunreinigen.1,4 Dieses Risiko kann auch bei Chlorella-Nahrungsergänzungsmitteln auftreten.
Einige Produkte, die Forschende analysierten, enthielten Spuren dieser Stoffe. Andere waren vollständig frei davon.1,3 Welches Produkt du kaufst und wie der Hersteller vorgeht, macht hier einen großen Unterschied.
Gute Nachrichten. Forschungsergebnisse zeigen, dass die Algen selbst im Allgemeinen als sicher angesehen werden können.1 Die United States Pharmacopeia hat Spirulina geprüft und sah keinen Anlass zur Sorge, sofern man auf die Produktqualität achtet.4 Dasselbe gilt für Chlorella.1,5 Worauf du allerdings achten solltest, ist die Art der Kultivierung und Verarbeitung. Ein Hersteller, der auf Verunreinigungen testet, bietet mehr Sicherheit hinsichtlich reiner Rohstoffe.1

Die kurze Antwort: nein, Spirulina und Chlorella sind für sich genommen nicht gefährlich. Worauf du jedoch achten solltest, ist die Qualität des Produkts, das du kaufst. Denn wie das Produkt kultiviert und verarbeitet wird, macht einen großen Unterschied. Wenn du dich für einen zuverlässigen Anbieter entscheidest, kannst du davon ausgehen, dass du gut beraten bist. Ein wenig Aufmerksamkeit beim Kauf, und du kannst diese nährstoffreichen Algen ohne Sorgen genießen.
