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Seit Jahrhunderten werden magische Kräfte dem Stand des Mondes zugeschrieben. Während des Vollmonds soll es mehr Unfälle, Verbrechen und Geburten geben als zu anderen Zeiten des Mondzyklus. Auch sollen wir bei Vollmond schlechter schlafen. Wir tauchen in die Wissenschaft ein, um zu sehen, was der Vollmond mit unserem Schlaf macht.
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Die Form des Mondes, den wir sehen, verändert sich jeden Monat allmählich. Dies liegt an der Position der Sonne, des Mondes und der Erde zueinander, was bestimmt, wie viel Sonnenlicht auf den Mond fällt. Der Mond gibt kein eigenes Licht ab.
Der Mondzyklus dauert etwa 29,5 Tage und verläuft jedes Mal in genau denselben Phasen, auch Mondphasen oder Mondgestalten genannt:
In dieser Phase steht der Mond genau zwischen der Erde und der Sonne, wodurch der Mond praktisch unsichtbar ist. Nur bei einer (teilweisen) Sonnenfinsternis ist der Neumond sichtbar.
Zwischenphase– junger Mondsichel. Der Mond hat zu diesem Zeitpunkt die Form einer Sichel. Die beleuchtete Oberfläche des Mondes wird stetig größer.
Die Hälfte des Mondes ist beleuchtet, da der Mond sich in einem Winkel von 90 Grad zur Erde und zur Sonne befindet.
Zwischenphase–zunehmender Mond. Der Mond wächst bis zum Vollmond. Dies dauert etwa eine Woche.
In dieser Phase befindet sich der Mond in der Mitte seines Zyklus und die Erde steht genau zwischen Sonne und Mond. Von der Erde aus ist ein vollständig beleuchteter Mond sichtbar. Diese Phase dauert etwa 3,5 Tage.
Zwischenphase– abnehmender Mond. Nach dem Vollmond nimmt das Licht auf dem Mond ab und der Mond wird wieder kleiner.
Der Mond ist zur Hälfte beleuchtet, wie beim ersten Viertel.
Zwischenphase–aschgrauer Mond. Der Mond hat wieder die Form einer Sichel und die beleuchtete Oberfläche des Mondes nimmt kontinuierlich ab, bis sie fast nicht mehr zu sehen ist. Dann beginnt der Mondzyklus von neuem.

Verschiedene Theorien kursieren zur Auswirkung des Vollmonds auf die Hormone und den Schlaf. Dies sind lediglich Ideen, die (noch) nicht bewiesen sind. Hier besprechen wir einige davon.
Unser Biorhythmus oder zirkadianer Rhythmus hat einen großen Einfluss auf unseren Schlaf-Wach-Zyklus und wird hauptsächlich durch die Lichtexposition gesteuert. Die Theorie besagt, dass der Vollmond dazu führt, dass es draußen heller ist, wodurch weniger vom Hormon Melatonin produziert wird und man sich dadurch weniger schläfrig fühlt. Eine klein angelegte Studie, veröffentlicht im Journal Chronobiology International, zeigte einen niedrigeren Melatoninspiegel im Blut während des Vollmonds im Vergleich zum Neumond. Dennoch sind groß angelegte Untersuchungen erforderlich, um diesen Effekt zu bestätigen.1
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