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Snoozen wird oft als eine ungesunde Gewohnheit angesehen und Schlafexperten raten davon ab. Dennoch hindert dies erfahrene Schlummermützen nicht daran, morgens häufig auf die Schlummertaste zu drücken. Ist es wirklich so schlimm, wie wir denken? Was passiert genau mit Ihrem Schlaf und Ihrer Gesundheit, wenn Sie snoozen?
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Snoozen bedeutet, dass Sie durch die Snooze-Funktion Ihres Weckers oder das Einstellen mehrerer Alarme das Aufstehen hinauszögern. Der erste Wecker mit einer Snooze-Taste gab es schon in den 50er Jahren. Mit einem großen Knopf oben auf diesen alten Geräten konnten Sie das Alarm auf 5 oder 10 Minuten später verschieben. Snoozen ist also etwas, das wir schon seit vielen Jahren machen, zum Beispiel um etwas länger liegen zu bleiben, den Übergang vom Schlafen zum Wachen allmählicher zu gestalten oder aus Gewohnheit.
Heutzutage haben alle Wecker oder Smartphones standardmäßig eine Snooze-Funktion, aber Schlafexperten sind alles andere als Fans. Sie warnen davor, dass Snoozen die Schlafdauer verkürzen und möglicherweise auch Ihre Tiefschlafphase oder REM-Schlaf stören könnte. Dadurch könnten Sie eher müde aufwachen.
Zusätzlich betonen sie oft, dass wiederholtes Aufschrecken durch Alarme zu fragmentiertem Schlaf und unnötigen Stressgefühlen führen kann. Nach Meinung dieser Gegner geht Snoozen daher auf Kosten Ihrer Ruhe, Ihres natürlichen Schlafrhythmus, Ihres allgemeinen Energielevels und Ihrer Gesundheit.
Snoozen wird also seit Jahren als schlechte Angewohnheit angesehen, aber laut aktuellen Studien ist die Wahrheit wahrscheinlich etwas differenzierter. Was wissen wir über Snoozer und wie sieht es mit ihrem Schlaf und ihrer Gesundheit aus?
Eine kürzlich schwedische Studie ergab, dass Jugendliche und Menschen mit einem späten Chronotyp, auch bekannt als Abendtypen, die größten Snoozer sind. Menschen mit diesem biologischen Rhythmus schlafen oft später und haben daher mehr Schwierigkeiten, früh aufzustehen. Darüber hinaus wurde eine Verbindung zwischen Snooze-Verhalten und Ihrer Punktzahl bei Gewissenhaftigkeit festgestellt, die damit zusammenhängt, wie organisiert und zielgerichtet Sie sind. Bei einer niedrigeren Punktzahl ist die Wahrscheinlichkeit größer, dass Sie regelmäßig snoozen. Frauen scheinen auch etwas öfter zu snoozen als Männer.
Häufig genannte Gründe zum Snoozen sind "zu müde zum Aufstehen", "es fühlt sich gut an" und "langsam wach werden".

Basierend auf aktuellen Studien scheint Snoozen vielleicht doch nicht so schlecht zu sein, wie wir zunächst dachten. Aber gesund können wir es auch nicht nennen. Ihre kognitiven Leistungen und Stimmung direkt nach dem Aufwachen bleiben möglicherweise erhalten, aber fragmentierter Schlaf und eine erhöhte Ruheherzfrequenz sind nicht unbedingt erstrebenswert. Diese Nachteile sind möglicherweise subtil, könnten jedoch langfristig Ihr allgemeines Wohlbefinden beeinflussen.
Die widersprüchlichen Meinungen aus der Wissenschaft könnten auch bedeuten, dass die Auswirkungen des Snoozens tatsächlich von Person zu Person unterschiedlich sind und davon abhängen, wie Sie damit umgehen. Möglicherweise macht das Snoozen das Aufwachverfahren für Sie angenehmer, wenn Sie damit naturgemäß Schwierigkeiten haben, wie es oft bei Abendtypen der Fall ist.
Aber die Notwendigkeit mehrerer Alarmsignale könnte auch etwas über Ihre Abhängigkeit von externen Hilfsmitteln aussagen. Dies ist möglicherweise nicht direkt schädlich für Sie, aber häufiges Snoozen könnte physiologische Prozesse wie die Cortisol-Aufwachreaktion (CAR) beeinflussen. Dieses System hilft normalerweise bei einem natürlichen Übergang vom Schlafen zum Wachzustand. Aber dies bleibt vorläufig eine Hypothese.
Letztendlich geht es darum, dass Ihr Snooze-Verhalten zu Ihren Schlafbedürfnissen und Morgenrutine passt, ohne dass es zu zusätzlichem Stress führt, und wie verantwortungsbewusst Sie damit umgehen.

Unabhängig davon, ob Sie Snoozen oder nicht, eine gute Morgenroutine hilft Ihnen, frischer und ausgeruhter in den Tag zu starten.
Die Effekte des Snoozens können zwar je nach Person unterschiedlich sein, aber die Vorteile einer guten Schlafgewohnheit sind universell. Tun Sie daher vor allem das, was zu Ihren Bedürfnissen und Ihrem Schlafmuster passt. Seien Sie sich Ihres Snooze-Verhaltens bewusst und konzentrieren Sie sich auf eine gute Morgenroutine und hohe Schlafqualität, um energisch und sorgenfrei in den Tag zu starten.
