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Eltern erleben oft verschiedene Emotionen, wenn ihre Kinder aus dem Haus gehen; stolz auf ihre Unabhängigkeit, aber gleichzeitig ein Gefühl der Leere. Hast du damit Probleme? Vielleicht hast du es mit dem Empty-Nest-Syndrom zu tun. Was ist es und wie gehst du damit um?
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Die Schlafzimmertür bleibt geschlossen, der Esstisch fühlt sich plötzlich groß an. Jahre lang drehte sich das Leben der Eltern um die Kinder: ihre Bedürfnisse, Pläne, Freuden und Sorgen. Wenn sie das Nest verlassen, kann die plötzliche Stille für viele Eltern überwältigend sein.
Das leere Nest Syndrom (auch bekannt als empty nest syndrom) bezieht sich auf das Gefühl von Trauer, Leere und Melancholie, das Eltern erleben können, wenn ihre Kinder aus dem Haus gehen. Es ist eine natürliche Phase, mit der sich jedes Elternteil irgendwann auseinandersetzen muss, markiert aber auch eine radikale Veränderung im täglichen Leben.
Obwohl das leere Nest Syndrom keine offizielle medizinische Diagnose ist, sind die damit verbundenen Gefühle sehr real und können tiefgreifend sein.
Jedes Elternteil erlebt ein leeres Nest anders. Einige empfinden tiefe Traurigkeit, während andere überraschenderweise ein Gefühl der Erleichterung oder der erneuten Freiheit verspüren. Das leere Nest Syndrom erkennt man normalerweise an (einem) der folgenden Merkmale:1

Die Art und Weise, wie jemand ein leeres Nest erlebt, kann auf verschiedenen Faktoren basieren. Welche sind das und wie beeinflussen sie die Erfahrung?
In einigen Kulturen ist es üblich, dass Kinder bis zur Heirat bei ihren Eltern bleiben oder sogar danach. In anderen Kulturen ist es dagegen üblich, dass sie in jungen Jahren ausziehen. Wie du aufgewachsen bist und welche kulturellen Werte du trägst, kann Einfluss darauf haben, wie du den Abschied deiner Kinder erlebst.
In einer traditionellen Rollenverteilung sind es hauptsächlich Frauen, die mehr Zeit mit den Kindern verbracht haben und eine engere Bindung zu ihnen haben. Eine Untersuchung ergab, dass italienische Mütter beispielsweise stärker negativ auf das leere Nest reagieren als französische Mütter, bei denen die Rollenverteilung weniger traditionell ist.1
In Zeiten der finanziellen Unsicherheit kann der Auszug deines Kindes zusätzlichen Stress verursachen. Möglicherweise machst du dir Sorgen darüber, wie sie zurechtkommen und ob sie nach dem Studium schnell genug einen Job oder eine Wohnung finden.
Vielleicht war dies dein einziges Kind und du hast keinen Partner, auf den du dich stützen kannst, dann kann das Gefühl der Einsamkeit schneller überwiegen. Als alleinerziehender Elternteil kann das leere Nest eine völlig andere Auswirkung auf deine Erfahrung haben, ebenso wie die Größe deiner Familie und die Reihenfolge, in der deine Kinder das Haus verlassen.
Wenn du Vollzeit arbeitest, kann der Auszug deiner Kinder weniger stark ins Gewicht fallen. Deine tägliche Routine außerhalb des Hauses bleibt größtenteils unverändert. Andererseits kann es sich anfühlen, als würde ein großer Teil deiner Tagesbeschäftigung wegfallen, wenn du nicht oder in Teilzeit arbeitest.
Wenn du ein lebendiges soziales Leben außerhalb der Familie hast, kann der Übergang zu einem leeren Nest etwas reibungsloser verlaufen. Du bist daran gewöhnt, soziale Interaktionen außerhalb der familiären Dynamik zu haben und kannst mit anderen darüber sprechen.
Während der Menopause erleben Frauen erhebliche hormonelle Veränderungen, die sowohl physische als auch emotionale Auswirkungen haben, wie Hitzewallungen, nächtliche Schweißausbrüche und Stimmungsschwankungen. Wenn dies mit einer weiteren einschneidenden Übergangsphase wie dem Auszug der Kinder zusammenfällt, kann das das Risiko emotionaler Herausforderungen erhöhen. Möglicherweise bist du während der Menopause anfälliger für das leere Nest Syndrom. Indem du diesen doppelten Einfluss anerkennst und verstehst, kannst du dich besser darauf vorbereiten und Unterstützung bei Freunden, Gleichgesinnten oder einem Therapeuten suchen.
Ausgehend von dem bisher besprochenen können verschiedene Risikogruppen für das leere Nest Syndrom identifiziert werden:

Denkst du, dass du vom leeren Nest Syndrom betroffen bist, oder machst du dir Sorgen, weil du zu einer Risikogruppe gehörst? Hier sind einige Tipps, die dir helfen können:
Das leere Nest Syndrom kann für viele Eltern eine emotionale Achterbahn sein. Es ist ein natürlicher Teil des Älterwerdens, aber die Gefühle der Leere und Traurigkeit sind sehr real. Es ist wichtig, zu erkennen, wie du dich fühlst, und zu wissen, dass du nicht allein bist. Bleibe verbunden, suche Unterstützung und wisse, dass immer neue Abenteuer und Wachstumsmöglichkeiten auf dich warten.
