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Ein schöner, voller und glänzender Haarschopf steht bei den meisten Menschen auf der Wunschliste. Viele Frauen bevorzugen dabei lange Haare, aber das scheint nicht immer leicht erreichbar zu sein. Wie schnell wächst das Haar eigentlich und kann man dies beeinflussen?
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Unsere Haare sind etwas, worauf wir idealerweise stolz sind. Insbesondere die Haare auf unserem Kopf, denn am restlichen Körper möchten wir sie oft lieber loswerden als behalten. Haare bestehen aus dem sichtbaren Teil und einem unter der Haut liegenden Teil. Dieser sichtbare Teil wird Haarschaft genannt und ist totes Gewebe. Es besteht hauptsächlich aus dem Protein Keratin. Dieser Haarschaft hat drei Schichten und von innen nach außen sind das: das Mark (Medulla), die Cortex und die Cuticula.1
Unter der Haut befindet sich die Follikel, auch Haarwurzel genannt. Darin befindet sich die Haarwurzel, das lebendige und daher wichtigste Teil des Haares. Die Gesundheit der Follikel ist daher entscheidend für die Gesundheit der Haare. Haare bestehen zu etwa 90 Prozent aus Keratin, einem Stoff, den wir auch in unserer Haut und unseren Nägeln finden.
Auf deiner Kopfhaut hast du etwa 100.000 Haarfollikel und auf deinem Körper etwa fünf Millionen. Aus jedem dieser Follikel wächst ein Haar gemäß einem bestimmten Zyklus. Dieser Haarwachstumszyklus wiederholt sich etwa 20 Mal pro Haarfollikel. Aber wie viele Zentimeter wächst dein Haar pro Monat? Haare wachsen durchschnittlich 0,35 mm pro Tag, also etwa 1 bis 1,2 cm pro Monat.2

In der ersten Phase des Zyklus, der Anagenphase, findet eine schnelle Zellteilung in der Haarwurzel statt. Dadurch entsteht ein neues Haar, das durch den Follikel aus der Haut gedrückt wird. Diese Wachstumsphase dauert auf dem Kopf durchschnittlich zwei bis sieben Jahre.
In der zweiten Phase, der Katagenphase, hört das Haarwachstum auf. Die Blutversorgung zu den Haaren und Zellen endet. Dies wird auch Übergangsphase genannt. Diese Periode dauert etwa zwei bis drei Wochen.
Dann beginnt die Ruhephase, auch Telogenphase genannt, die etwa drei Monate dauert. In dieser Zeit befinden sich die Haare in den Follikeln, wachsen aber nicht mehr aktiv. Anschließend fallen die Haare aus. Es ist normal, täglich etwa 50 bis 120 Haare zu verlieren. Aus demselben Follikel können dann wieder neue Haare wachsen, die sogenannte Rückkehr zur Anagenphase.

Da Haare für viele Menschen ein wichtiger Bestandteil ihres Aussehens sind, sind wir oft bereit, alles zu tun, um etwas Schönes daraus zu machen. Über das Haarwachstum hört man also viele Dinge, die gut oder schlecht sein sollen. Wir diskutieren einige weit verbreitete Behauptungen.
Diesen Satz hast du sicher schon einmal gehört. Das ist jedoch ein absoluter Mythos! Wie du zuvor lesen konntest, wachsen deine Haare aus dem Haarfollikel und das Schneiden der Haare hat darauf keinen Einfluss. Was du jedoch mit dem Schneiden erreichst, ist, dass du ein (weiteres) Splitten der Enden der Haare verhinderst. Dadurch bleiben die Haare stärker und sehen schöner aus. Wenn du das rechtzeitig tust, muss beim Haarschnitt weniger abgeschnitten werden, sodass du eine schöne Länge behältst.
Auch das ist nicht wahr. Es scheint manchmal vielleicht so, als würdest du beim Kämmen viele Haare verlieren, jedoch - solange du natürlich nicht zu grob vorgehst - sind das nur die Haare, die sich bereits in der letzten Wachstumsphase befanden und ohnehin ausfallen würden. Bürste dein Haar also täglich, um den Glanz zu erhalten und die Knoten zu lösen. Berühre dein Haar jedoch nicht zu oft, da du dadurch die Talgproduktion zu sehr anregen kannst, was zu fettigem Haar führt.
Dies trifft in den meisten Fällen nicht zu. Es gibt viele Produkte auf dem Markt, die versprechen, dass du damit längere Haare bekommst. Leider ist das in vielen Fällen nicht wahr. Schönheit und Gesundheit kommen im Wesentlichen von innen, was wir auch mit den Haaren in Verbindung bringen.
Die Pflegeprodukte können das Haar zwar etwas besser aussehen lassen, enthalten jedoch oft chemische Substanzen, denen wir unser Haar und unsere Haut lieber nicht aussetzen. Natürliche Mittel sind dagegen gut auszuprobieren, aber achte genau auf die Inhaltsstoffe.

Wieder ein Mythos. Wie du lebst, hat auch Einfluss auf die Lebensphasen deiner Haare. Ungesunde Ernährung, Rauchen, Stress und Medikamente sind alles Faktoren, die den Zustand des Haarfollikels negativ beeinflussen können.3,4 Diese schädigen die Zellen und Gefäße, wodurch sie den natürlichen Wachstumszyklus hemmen. Gute Lebensstilfaktoren hingegen sind förderlich für das Haarwachstum.
Auf jeden Fall! Gesunde Ernährung enthält eine Vielzahl von Nährstoffen, die deine allgemeine Gesundheit und auch die deiner Haare verbessern. Die Haarwurzel muss ausreichend Nährstoffe erhalten, um das Haar gemäß den drei Phasen gut wachsen zu lassen. Gesunde Ernährung enthält eine höhere Menge an nützlichen Nährstoffen und lässt das Haar somit schneller wachsen.
Je mehr gesunde Nährstoffe du isst, desto stärker wird dein Haar sein.5 Bekannte Haarvitamine und -mineralstoffe sind Biotin, Vitamin D, Zink, Eisen und Selen. Auch Proteine wie Kollagen und Keratin sind wichtig für den Aufbau und die Kondition der Haare.
Also viele Mythen und Fakten über das Haarwachstum, die im Umlauf sind. Es gibt keine schnelle Lösung, aber wir können definitiv Einfluss auf die Wachstumsphasen unserer Haare nehmen. Konzentriere dich auf gute Nährstoffe und richtige Pflege. Mit etwas Geduld kannst du viel erreichen und auch du kannst dein Haar lang wachsen lassen!
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