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Ondervoeding bij ouderen: meer dan alleen te weinig eten

Aktualisiert: 06.01.2026 6 Min. Lesezeit

Mangelernährung bei älteren Menschen kommt regelmäßig vor. Es ist ein komplexes Problem, das nicht nur eine Frage von zu wenig Essen ist. Hinter Mangelernährung können verschiedene Ursachen stecken, und sie hat einen großen Einfluss auf die Gesundheit und den Alltag. In diesem Blog erklären wir, warum Mangelernährung gerade bei älteren Menschen vorkommt, und geben praktische Tipps, die dabei helfen können.

Lesen Sie unter dem Bild weiter. Diese Seite dient ausschließlich zu Informationszwecken. Vitaherb verkauft keine Arzneimittel oder medizinischen Hilfsmittel gegen diese Indikation.

Ondervoeding bij ouderen: meer dan alleen te weinig eten

Was ist Mangelernährung?

Mangelernährung ist ein körperlicher Zustand, der entsteht, wenn der Körper über längere Zeit zu wenig Energie und Nährstoffe erhält, wie Eiweiße, Fettsäuren, Vitamine und Mineralstoffe. Dies kann zu Gewichtsverlust, vor allem von Muskelmasse, Vitaminmangel und einer verminderten körperlichen Leistungsfähigkeit führen. Ursachen können in zu wenig Essen, einer verminderten Aufnahme von Nährstoffen und/oder einem erhöhten Bedarf daran liegen. Vor allem ältere Menschen und Menschen, die (langfristig) krank sind, haben ein großes Risiko für Mangelernährung.

Mangelernährung und ältere Menschen: Wie häufig kommt sie vor?

Verglichen mit Übergewicht ist Mangelernährung bei älteren Menschen ein wenig beachtetes Thema, obwohl die Zahl der älteren Menschen mit Mangelernährung immer weiter zunimmt und es ein großes Problem darstellt. Fast 9% der zu Hause lebenden 65-Jährigen und Älteren sind mangelernährt, bei den über 85-Jährigen sind es 19%.1 Ältere Menschen mit häuslicher Pflege haben ein Risiko von 16%, in Pflegeeinrichtungen liegt es zwischen 15 und 20%, und in Krankenhäusern steigt es sogar auf 38%. Das Risiko nimmt also deutlich mit Alter und Gebrechlichkeit zu.

Wie erkennt man Mangelernährung?

Ältere Menschen merken oft nicht, dass sie von Mangelernährung betroffen sind; das Umfeld erkennt dies meist eher. Zu den Symptomen von Mangelernährung gehören unter anderem unbeabsichtigter Gewichtsverlust, ein zu niedriges Körpergewicht, Müdigkeit, eine verminderte Muskelkraft, eine reduzierte Kondition und ein verringerter Appetit. Es ist wichtig, diese Signale ernst zu nehmen und dies rechtzeitig mit dem Hausarzt zu besprechen. Der Hausarzt kann an geeignete Fachkräfte wie einen Diätassistenten oder Physiotherapeuten überweisen.

Ältere Menschen und Mangelernährung: Warum betrifft es gerade diese Gruppe?

Mit zunehmendem Alter finden im Körper allerlei Veränderungen statt, die die Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen beeinflussen. Verschiedene Hindernisse und Ursachen können zugrunde liegen, warum ältere Menschen weniger essen. Oft ist es eine Kombination der folgenden Faktoren:

Körperliche Faktoren

  • Mehrere Erkrankungen oder die Einnahme vieler Medikamente
  • Zahnprobleme (wie ein nicht passender Zahnersatz), Schmerzen oder Schwierigkeiten beim Kauen und Schlucken
  • Verminderter Geschmackssinn und Geruchssinn
  • Verminderter Appetit
  • Gestörtes Hunger- und Sättigungsgefühl
  • Verminderte Mobilität, wodurch Einkaufen und Kochen schwieriger werden
  • Abnahme der körperlichen Aktivität
  • Müdigkeit
  • Länger andauernder Durchfall

Bei Krankheit ist die Nahrungsaufnahme oft geringer, während der Bedarf an Nährstoffen zur Genesung gerade höher ist. Auch gesunde ältere Menschen haben ein Risiko für Mangelernährung. Ältere Menschen benötigen weniger Energie als Jüngere, was es schwieriger macht, ausreichend Nährstoffe aufzunehmen, obwohl sie diese dringend brauchen.

Psychische Faktoren

  • Angst
  • Traurigkeit
  • Kognitive Probleme

Diese Faktoren führen zu weniger Lust auf Essen, wodurch Mahlzeiten ausgelassen und kleinere Portionen gegessen werden. Gedächtnisprobleme können dazu führen, dass ältere Menschen vergessen zu essen.2

Soziale Faktoren

  • Einsamkeit
  • Kein soziales Netzwerk zu haben und wenig Hilfe beim Einkaufen und Kochen

Auch Gefühle von Einsamkeit spielen eine Rolle: Wer oft allein isst, hat weniger Motivation, eine vollständige Mahlzeit zuzubereiten oder zu genießen. Dadurch kann die Nahrungsaufnahme unbemerkt immer weiter abnehmen.

Ältere Frau blickt vor sich aus

Ursachen einer verminderten Aufnahme

Mit zunehmendem Alter verlangsamen sich viele körperliche Prozesse. Die Verdauung und die Magenentleerung werden langsamer, die Magensäureproduktion und die Darmtätigkeit nehmen ab, und der Hormonhaushalt verändert sich, wodurch Hungersignale gestört werden. Der Körper nimmt Vitamin B12 schlechter auf und bildet weniger Vitamin D, da die Haut dünner wird.3

Längerer Medikamentengebrauch kann ein Aufnahmeproblem verstärken. Einige Mittel verringern den Appetit, hemmen die Aufnahme oder erhöhen den Verlust von Nährstoffen. So können Mängel an Vitamin B12 und Folsäure, Magnesium und B12 entstehen.3,4,5

Die Folgen von Mangelernährung

Die Folgen von Mangelernährung bei älteren Menschen für das tägliche Funktionieren sind groß. Der Körper schwächt durch Vitaminmangel und Muskelabbau, wodurch Bewegung und das Ausführen von Aktivitäten schwieriger werden. Auch das Risiko für Stürze und Komplikationen bei Krankheit steigt, und die Genesung verläuft langsamer. Außerdem kann die Funktion von Immunsystem, Herz und Lunge abnehmen. Einschränkungen im Alltag können zudem zu sozialer Isolation führen. Ältere Menschen geraten in einen Teufelskreis, wodurch sich die Mangelernährung verschlimmert. Daher ist es entscheidend, Signale zu erkennen und rechtzeitig einzugreifen.

Das kannst du bei Mangelernährung tun: Tipps und Ratschläge

Bei Mangelernährung wird empfohlen, das Problem immer zuerst mit dem Hausarzt zu besprechen. Darüber hinaus gibt es einige Tipps und Ratschläge, die als zusätzliche Unterstützung dienen. Im Folgenden besprechen wir einige davon.

Ernährung

Bei Mangelernährung ist eine energiereiche und eiweißreiche Ernährung nötig, um zuzunehmen und Muskelmasse aufzubauen. Dazu gehören Vollmilch- und Käseprodukte, Avocado, Nüsse, Olivenöl, fetter Fisch, Fleisch, Eier und Soja.

Praktische Tipps, um die Nahrungsaufnahme zu erhöhen:

  • Essen Sie zu festen Zeiten und steigern Sie die Portionen langsam.
  • Verteilen Sie Mahlzeiten bei Bedarf auf mehrere Essenszeiten.
  • Nehmen Sie ausreichend nahrhafte Zwischenmahlzeiten zu sich, wie eine Handvoll Nüsse und Trockenfrüchte, die Sie griffbereit platzieren.
  • Trinken Sie neben Wasser auch Getränke mit zusätzlichen Nährstoffen.
  • Sorgen Sie für Abwechslung bei Geschmack, Farbe, Geruch, Konsistenz und Temperatur, damit das Essen ansprechender wird.
  • Fördern Sie den Appetit mit frischen, säuerlichen Produkten wie Obst oder eingelegtem Gemüse.
  • Machen Sie es am Tisch gemütlich und essen Sie gemeinsam; das hilft, länger am Tisch zu sitzen und unbemerkt mehr zu essen.

Frau isst eine Schale Joghurt

Bewegung

Bewegung ist essenziell für den Erhalt und Aufbau von Muskelmasse, geschmeidige Gelenke und eine gute mentale Gesundheit. Sie regt außerdem den Appetit an. Besonders bei inaktiven älteren Menschen lässt sich hier viel erreichen.

Der Gesundheitsrat gibt folgende Empfehlung:6

  • Mindestens 150 Minuten pro Woche moderate oder intensive Bewegung, wie zügiges Gehen oder Radfahren.
  • Mindestens zweimal pro Woche muskel- und knochenstärkende Aktivitäten sowie Gleichgewichtsübungen. Dazu gehören Krafttraining sowie Yoga oder Tai-Chi.
  • Sitzen möglichst zu vermeiden.

Mehr Bewegung kann schwierig sein. Deshalb ist es wichtig, auf niedrigem Niveau zu beginnen, passende Aktivitäten zu wählen und erreichbare Ziele zu setzen. Auch gemeinsames Bewegen macht es einfacher und angenehmer.

Eine gute Mundgesundheit

Eine gute Mundgesundheit ist wichtig, um gut kauen und essen zu können. Um Problemen vorzubeugen, sollten die Zähne mindestens zweimal täglich geputzt, täglich die Zahnzwischenräume gereinigt und der Zahnarzt mindestens einmal pro Jahr aufgesucht werden. Halten Sie einen Zahnersatz gut sauber, indem Sie ihn nach jeder Mahlzeit reinigen und den Mund spülen.

Mann putzt sich vor dem Spiegel die Zähne

Trockenen Mund lindern

Bei älteren Menschen nimmt die Speichelproduktion oft ab. Das verursacht einen trockenen Mund und kann das Essen zusätzlich erschweren.

Mit den folgenden praktischen Tipps werden die Speicheldrüsen wieder angeregt:

  • Trinken Sie regelmäßig kleine Schlucke Wasser.
  • Verwenden Sie zuckerfreie Bonbons oder zuckerfreien Kaugummi.
  • Vermeiden Sie zu salzige und trockene Lebensmittel.
  • Wählen Sie frisch-saure Lebensmittel wie Äpfel und Gewürzgurken.
  • Machen Sie das Essen mit einer Sauce, Bratensauce oder Apfelmus geschmeidiger.

Einkaufen und Kochen

Wenn Einkaufen und Kochen schwierig werden, gibt es viele Möglichkeiten, es einfacher zu machen. Bestellen Sie (schwere) Einkäufe online und nutzen Sie Hilfsmittel wie einen Trolley oder eine spezielle Tasche für den Rollator oder das Elektromobil. Wählen Sie vorgefertigte Produkte, kochen Sie größere Portionen und frieren Sie diese ein, oder nutzen Sie Mahlzeitendienste und Nachbarschaftsinitiativen. Bitten Sie Familie, Nachbarn oder Organisationen um Hilfe und erkundigen Sie sich bei der WMO-Servicestelle der Gemeinde nach Unterstützung und möglichen Ermäßigungen bei Mahlzeitenangeboten.

Zum Schluss

Mangelernährung bei älteren Menschen kommt häufig vor. Das Risiko ist vor allem im höheren Alter und bei gebrechlichen Menschen groß. Verschiedene Faktoren können bei einer verminderten Aufnahme und Verwertung von Nährstoffen bei älteren Menschen eine Rolle spielen. Wichtig ist, darauf aufmerksam zu sein und dies ernst zu nehmen. Gute Ernährung ist schließlich die Grundlage für Lebensqualität und gesundes Älterwerden.

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